Die Krise des europäischen Bankensystems

16-Safe-aDas Bankensystem befindet sich in einer schweren und anhaltenden Krise. Während früher ein Arbeitsplatz in der Bankenbranche als attraktiv und sicher galt, zieht es heute ambitionierte Absolventen eher in den IT-Sektor. Der Bankenbranche ist in unseren Tagen ein ähnliches Schicksal beschieden wie der Stahlindustrie: krisengeschüttelt, wachstumsschwach und unattraktiv. Hinzu kommt, dass in Europa das Bankensystem nach der schweren Rezession in den Jahren 2007 und 2008 nicht ausreichend mit Kapital versorgt wurde.

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Gefahr durch Anleihen

13-Burg-dVor über einem Jahrzehnt und noch länger galten Anleihen als wichtige Investments und als ein essentieller Bestandteil der Altersvorsorge. Doch diese Zeiten sind längst vorbei. Inzwischen sind Anleihen zu einer fragwürdigen Anlageklasse avanciert. Die historischen Niedrigzinsen fordern ihren Tribut. Noch nie in der Wirtschaftsgeschichte gab es so niedrige Leitzinsen wie heute. Der Rentenmarkt befindet sich einem historischen Ausnahmezustand. Doch was geschieht, wenn eines Tages die Zinsen wieder steigen?

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Die Zukunft der Eurozone

13-Burg-cEine erstaunliche Nachricht gab es diese Woche: Die deutsche Exportwirtschaft musste im Vergleich zum Vorjahresmonat einen beachtlichen Rückgang von 10 Prozent hinnehmen. Diese Zahl ist erschreckend, denn die meisten Prognosen gingen eher von einem leichten Anstieg aus. Hinzu kommt, dass die Weltwirtschaft weiterhin schwächelt und die Rohstoffpreise sinken. Eine weitere Belastung stellt der Brexit dar; noch immer gibt es keinen konkreten Fahrplan für den Ausstieg Großbritanniens aus der EU. Eine zähe Hängepartie sorgt für weitere Unsicherheit. Angesichts dieser Entwicklung stellt sich eine entscheidende Frage: Hat die Eurozone eine Zukunft?

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Ungewöhnliche Krisenindikatoren

16-Safe-cSteht eine neue Wirtschaftskrise unmittelbar bevor? Die Meinungen gehen weit auseinander, und auch profunde und detaillierte Analysen liegen oft erstaunlich daneben. Es gibt allerdings ungewöhnliche Krisenindikatoren, die in der öffentlichen Meinung seltener beachtet werden und deren Prognosequalität durchaus erstaunlich ist. Beispielsweise fand man heraus, dass das Auftreten von Inflation mit der Rocklänge zusammenhängt. In den Siebzigerjahren, als die Inflation neue Rekordhöhen erreichte, wurde der Minirock beliebt. Zur Jahrtausendwende, als eine Deflation sich ankündigte, orientierte sich die Mode an den knöchellangen Röcken, die bereits in der Kaiserzeit verbreitet waren.

So kurios und verblüffend dieser Zusammenhang anmuten mag, es gibt noch etliche weitere ungewöhnliche Krisenindikatoren wie beispielsweise die Zahl der Sonnenflecken. Eine hohe Zahl an Sonnenflecken wird mit Wirtschaftskrisen assoziiert. Besonders kurios ist aber ein weiterer Indikator, der eine nächste schwere Krise signalisieren könnte. Weiterlesen

Der Kauf von Staatsanleihen und die EZB

11-Karten-bDer Kauf von Staatsanleihen gilt als ein probates Mittel, um die Konjunktur in Europa anzukurbeln. Doch ist das so? Betrachtet man die Wachstumsraten in der Eurozone so wird schnell deutlich, dass die EZB ihre Ziele bislang nicht erreicht hat. In Italien, Portugal und Frankreich ist das Wirtschaftswachstum bescheiden. Bei einem Leitzins von 0 Prozent müsste sich die gesamte Eurozone eigentlich über Nacht in eine beispiellose Boomregion verwandeln. Doch diese Wirkung ist nicht eingetreten. Besonders bedenklich sind jedoch die langfristigen Konsequenzen des Quantitative Easing. Je mehr Geld die Zentralbank in den Kreislauf pumpt, desto verhängnisvoller und drastischer sind die Folgen. Weiterlesen

Der Niedrigzins und die Banken

16-Safe-cDie Banken in Europa und weltweit stehen vor drastischen Herausforderungen. Aufgrund der anhaltend niedrigen Zinsen geraten die Margen unter Druck. Das klassische Geschäftsmodell funktioniert nicht mehr. Denn das Nullniveau setzt die Bankenbranche erheblich unter Druck. Immer mehr Kreditinstitute drehen daher an der Gebührenschraube. Erst kürzlich kündigte die Postbank an, dass sie kostenlose Girokonten nur noch unter bestimmten Voraussetzungen anbieten kann. Immer mehr Banken schließen nicht rentable Filialen und dünnen das Filialnetz weiter aus.

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Kommt im Herbst der Crash?

15-Sonne-aSeit der letzten schweren Rezession 2008 sind mittlerweile acht Jahren vergangen. Damals löste der Immobilienmarkt in den USA einen weltweiten Niedergang der Börsenkurse und einen massiven Konjunktureinbruch aus. In der Regel tritt eine solche gravierende Rezession alle sieben bis acht Jahre auf. 2016 könnte es wieder so weit sein.

Der Krisenherd liegt diesmal in Europa, wo das Bankensystem weiterhin toxische Kredite aufweist und unterkapitalisiert ist. Es gibt gleich mehrere bedenkliche Einflussfaktoren, die zu einem Crash führen könnten. Weiterlesen

Die guten Jahre sind vorbei: Europa und Japan

17-Muenze-dDie Weltwirtschaft befindet sich in einer angespannte Lage. In einigen Regionen stagniert die Produktivität, und der Wohlstand beginnt zu verblassen. Die Kluft zwischen Arm und Reich nimmt deutlich zu. Während in den fünfziger und sechziger Jahren Deutschland noch hohe und beachtliche Wachstumsraten erzielte, waren die folgenden Dekaden von einem schwachen Wachstum geprägt. Die Staatsverschuldung wuchs, und inzwischen hat sie in einigen Ländern katastrophale Ausmaße erreicht. Nehmen wir als Beispiel Japan.

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Das Ende des Euro und die Währungsreform

17-Muenze-aDer Euro hat langfristig keine Zukunft. So sehr auch in der Europapolitik betont wird, wie wichtig und bedeutsam der Euro für die Europäische Union sei, das Projekt ist zum Scheitern verurteilt. Der Euro setzt voraus, dass die Wirtschafts- und Sozialpolitik der beteiligten Mitgliedsstaaten systematisch koordiniert wird. Ganz abgesehen davon, dass dies bei so vielen Ländern kaum möglich ist, niemand ist bereit, mehr Souveränitätsrechte abzugeben. Dies gilt besonders für Frankreich, aber auch für Deutschland. Etwas mehr Ehrlichkeit würde in der Euro-Debatte helfen. Die Zeichen für die Gemeinschaftswährung stehen schlecht. Betrachten wir im Einzelnen die kritischen Punkte. Weiterlesen

Wie wirkt sich eine Bankenkrise in Europa aus?

05-Bretton-bDas Thema „Bankenkrise“ hat wieder deutlich an Aktualität gewonnen. Italienische Banken sitzen auf problematischen Krediten in Höhe von mehr als 260 Milliarden Euro. Bislang ist die Krise trotz aller Beteuerungen ungelöst. Sollte es zu einer Schieflage kommen, könnte dies das Ende der Eurozone bedeuten. Denn eine Bankenkrise in Italien würde sich sehr schnell ausbreiten. Zur Rettung gibt es letztlich zwei Lösungen: Die Regierung in Rom bevorzugt die Verwendung von Steuergeldern, um den Unmut der Bevölkerung einzudämmen. Immerhin steht im Herbst ein Referendum über eine Verfassungsreform an, die das parlamentarische System handlungsfähiger machen soll. Doch die EU sieht zur Bankenrettung primär einen Bail-in vor, bei dem Aktionäre, Anleiheninhaber und Kunden zur Sanierung der Banken herangezogen werden. Welche Folgen hat ein solcher Bail-in für die Kunden?

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