Zypern ist am Ende

09-Tempel-aAuch wenn man es sich nicht eingestehen mag: Zypern ist am Ende. Die drakonischen Sparmaßnahmen und die drastische Verkleinerung des Finanzsektors bringen die Mittelmeerinsel an den Rand des Abgrunds. Die harten Interventionen, die Brüssel dem zyprischen Staat auferlegt hat, sind so drückend, dass es nur eine Frage der Zeit, bis die Krise das gesamte Land erschüttert. Die von der EU verlangte Reduzierung des Bankensektors mag eine konsequente Forderung sein; aber keine Volkswirtschaft kann eine derart drastische Umwälzung überstehen. Selbst unter normalen Umständen müsste eine solche Umgestaltung mindestens über ein Jahrzehnt geplant werden. Weiterlesen

Die Krise der Automobilindustrie

03-Tulpe-dWie dramatisch die Situation in der Eurozone ist, zeigt am deutlichsten die Automobilindustrie. Die lange Zeit erfolgsverwöhnte Branche befindet sich im freien Fall. Für das Jahr 2013 wird weltweit ein Absatz von 68,2 Millionen Neuwagen prognostiziert. Dies entspricht einem Wachstum von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Doch gut sind diese Ergebnisse nicht. Besonders in Europa macht sich die verheerende Krise bemerkbar. Der Absatz ging um 5,6 Prozent im Vergleich zum Juni 2012 zurück. Wie erschreckend die Probleme sind machen die Zahlen vom Juni 2013 deutlich: Weiterlesen

Die Rezession in Italien

13-Burg-eDie Rezession in Italien nimmt immer größere Ausmaße an und belastet die Eurozone zusätzlich. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds wird die italienische Wirtschaft dieses Jahr voraussichtlich um 1,8 Prozent schrumpfen. Noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg gab es in Italien eine solche hartnäckige und lang anhaltende Rezessionsphase. Im vergangenen Jahr lag der Rückgang der wirtschaftlichen Leistung bei zwei Prozent. Auch die Arbeitslosenquote ist unvermindert hoch und liegt seit längerem bei weit über 12 Prozent.

Benötigt Italien ein Rettungspaket? Weiterlesen

Der Schuldenschnitt in Griechenland kommt

09-Tempel-aDie schwere Krise in Griechenland geht weiter, und es ist keine Hoffnung am Horizont. Bis einschließlich 2014 wird Athen Hilfepakete in Höhe von insgesamt 240 Milliarden Euro erhalten haben. Doch die Reformen sind bisher spärlich, und die Wettbewerbsfähigkeit bleibt niedrig. Im öffentlichen Dienst wurden kaum Stellen abgebaut, und die Privatisierung von Staatsunternehmen gerät immer mehr ins Stocken. Weiterlesen

Die Staatsfinanzierung im 21. Jahrhundert

09-Tempel-dErschreckend ist die Art, wie sich Staaten im 21. Jahrhundert finanzieren. Noch nie in der Wirtschaftsgeschichte war die Bereitschaft so groß, mit allerlei finanztechnischen Finessen die Haushaltslage zu schönen und einen gigantischen Schuldenberg aufzuhäufen. Auch Begriffe wie „ausgeglichener Haushalt“ sind sonderbare Wortschöpfungen. Der Begriff „ausgeglichen“ suggeriert, dass der Staat verantwortungsvoll handelt. In Wahrheit bedeutet dies: Es werden nicht noch mehr Schulden aufgenommen – die bisherige Schuldenlast besteht aber weiterhin unvermindert. Selbst dieses bescheidene Ziel verfehlt Berlin regelmäßig. Auch dieses Jahr werden wieder neue Kredite in Milliardenhöhe aufgenommen. Weiterlesen