Hilfen für Griechenland kommen

09-Tempel-bAuch wenn die Spannung in den nächsten Wochen deutlich steigt und Griechenlands Haushaltslage sich erheblich verschärft, eines ist sicher: Es wird neue Milliardenhilfen geben.

Die Empörung auf beiden Seiten, die Vorwürfe und die Zweifel sind letztlich Teil einer Komödie. Denn niemand glaubt ernsthaft, dass Brüssel und Berlin Griechenland fallen lassen.

Wozu dient die Inszenierung?

Die Politik muss eine solche unangenehme Maßnahme wie ein neues Milliardenpaket für Griechenland irgendwie rechtfertigen. In vielen Ländern stehen die Verantwortlichen unter Druck; denn je länger sich die Krise in der Eurozone hinzieht, desto mehr gewinnen populistische Strömungen in einzelnen Ländern an Zulauf.

Der weitere Fahrplan

Die letzte Rate des schon genehmigten Rettungspaketes beläuft sich auf 7,2 Milliarden Euro. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Finanzminister der Eurozone zügig über die Freigabe entscheiden werden. Darüber wird am 24. April 2015 in Riga beraten. Schon am 1. und am 12. Mai 2015 sind weitere Rückzahlungen für den IWF-Kredit fällig.

Griechenlands Situation bleibt daher angespannt. Selbst wenn alles planmäßig abläuft, werden die Regierungen der Eurozone im Sommer über ein neues Rettungspaket entscheiden müssen. Athen wird noch viele Jahre auf Hilfen aus Brüssel angewiesen sein.

Über den Autor

geraldpilz Dr. Dr. Gerald Pilz ist Dozent an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg und Autor zahlreicher Bücher über Finanz- und Börsenthemen.

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