Die expansive Geldpolitik wird fortgesetzt

17-Muenze-aDie Europäische Zentralbank hat in ihrer vergangenen Sitzung deutlich gemacht, dass sie die expansive Geldpolitik fortsetzen wird. Ein neues Quantative Easing könnte folglich in den kommenden Monaten bevorstehen. Diese Maßnahme ist auch keineswegs verwunderlich; denn die offizielle Inflationsrate erreicht in der Eurozone ein Nullniveau. Doch was sind die langfristigen Folgen der Geldschwemme?

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Das Problem der negativen Zinsen

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Immer mehr Staatsanleihen bieten eine Verzinsung, die unter der Nullmarke liegt. In der gesamten Wirtschaftsgeschichte ist dieser Vorgang einmalig. Insgesamt betrachtet ist dieses Niedrigzinsniveau auf Dauer jedoch äußerst bedenklich; denn alle herkömmlichen Formen der Altersvorsorge werden durch diese Situation beeinträchtigt. Es ist kaum noch möglich, eine angemessene Rendite zu erreichen. Was sind die langfristigen Folgen?

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Die Krise der Automobilindustrie

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Der Skandal um die manipulierten Abgaswerte hat die Automobilindustrie zutiefst erschüttert. Noch sind die exakten Kosten nicht zu beziffern, aber langfristig hat der Eklat enorme Auswirkungen auf die gesamte Branche und die deutsche Wirtschaft. Aufgrund der ausgeprägten Exportorientierung werden strukturelle Änderungen notwendig sein.

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Die Staatsverschuldung steigt weiter

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Die Staatsverschuldung in der Eurozone steigt immer schneller. Als hätte man nur einen Vorwand benötigt, wird nun die Flüchtlingskrise vorgeschoben, um großzügig Beschränkungen außer Kraft zu setzen. Zwar mag der Grund plausibel sein, aber die Staaten der Eurozone haben schon vorher keinerlei Anstrengungen unternommen, um die Staatsschulden ernsthaft zu verringern. Vor allem Frankreich scheint die Gunst der Stunde zu nutzen.

Paris: Schulden steigen weiter

Im Jahr 2016 wird Frankreich vermutlich die 100-Prozent-Marke überschreiten. Das sind zwar keine italienischen Verhältnisse,  wo der Schuldenstand längst bei 140 Prozent angelangt ist, aber Frankreich hat innerhalb der Eurozone ein viel höheres Gewicht. Offiziell wird eine Verschuldung von 96,5 Prozent für das Jahr 2016 prognostiziert, aber es ist unwahrscheinlich, dass dieser Wert eingehalten wird. Schon jetzt möchte man in Paris im Hinblick auf die Flüchtlingskrise die Schulden ausweiten.

Die langfristigen Folgen

Hoch verschuldete Staaten verlieren immer mehr an Wettbewerbsfähigkeit. Es tritt langfristig ein erheblicher Wohlstandsverlust ein, der zu sozialen Spannungen führt, und das Wirtschaftswachstum erreicht bestenfalls einen bescheidenen Wert von weit unter einem Prozent. Ob es den Euro unter diesen Bedingungen in zehn Jahren noch geben wird, ist äußerst fraglich. Während der US-Dollar als Weltreservewährung einen Pluspunkt hat, muss die Eurozone beweisen, dass sie insgesamt handlungsfähig ist und über die erforderliche Haushaltsdisziplin verfügt. Die bisherigen Erfahrungen sind aber eher enttäuschend.