Die Nulllösung der EZB

16-Safe-cDie EZB hat drastische Schritte unternommen, um die expansive Geldpolitik fortzusetzen. Der Leitzins in der Eurozone wurde auf null Prozent abgesenkt. Zusätzlich wurde der Strafzins, den Banken für ihre geparkten Einlagen entrichten müssen, auf 0,4 Prozent erhöht. Darüber hinaus wird das Anleihenkaufprogramm aufgestockt auf monatlich 80 Milliarden Euro. Beobachter hatten bereits erwartet, dass die Notenbank ein deutliches Signal an die Märkte senden würde.

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Die Intervention der Europäischen Zentralbank

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Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die am Donnerstag verkündet wurde, hat viele Beobachter überrascht. Nur wenige hatten damit gerechnet, dass so umfassende Maßnahmen beschlossen würden.

Noch nie in der gesamten Wirtschaftsgeschichte gab es einen Leitzins von 0,05 Prozent. Was bedeutet dies?  Weiterlesen

Die Gefahr der Deflation

15-Sonne-cBei vielen Experten gilt die Deflation als das schlimmere Übel im Vergleich zur Geldentwertung. Vor allem die Weltwirtschaftskrise von 1929 führte zu erschreckenden Preisrückgängen, die die Ökonomie in ein Chaos stürzten. Die Folgen waren entsetzlich: Massenarbeitslosigkeit und Verarmung. Die Börse brauchte Jahrzehnte, um sich von dem Crash zu erholen.

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Was das Jahr 2014 bringen wird

02-Klippe-cVorhersagen sind zwar immer gewagt, und auch führende Wirtschaftsforschungsinstitute lagen mit den Konjunkturprognosen häufig daneben, aber dennoch lohnt es sich, mögliche Szenarien auszuloten. Selbst wenn die Prognosen nicht zutreffen sollten, deuten sie zumindest an, welche Befürchtungen oder Hoffnungen zu einem gewissen Zeitpunkt verbreitet sind.  Fangen wir also an. Weiterlesen

Der Höhenflug des Bitcoin

16-Safe-aDie virtuelle Währung Bitcoin erreichte Mitte November einen Spitzenkurs von 420 US-Dollar. Dieser Anstieg ist überaus erstaunlich, denn noch im Jahr 2010 notierte der Bitcoin bei unter zwei US-Dollar.

Angesichts der expansiven Geldpolitik, die die Notenbanken weltweit betreiben, schwindet das Vertrauen in die herkömmlichen Währungen. Erst kürzlich senkte die Europäische Zentralbank in einem historischen Schritt den Leitzins auf 0,25 Prozent. Geld beruht heute anders als in früheren Jahrhunderten, als es eine Golddeckung oder zumindest Münzen aus Edelmetall gab, auf dem Vertrauen in eine oder mehrere Volkswirtschaften. Eine Währungsreform kann heute am Wochenende per Knopfdruck in Sekundenschnelle vorgenommen werden. Außerdem sind weltweit in kürzester Zeit Billionen in den Geldkreislauf gepumpt worden. Die Bilanzsumme einiger Notenbanken hat sich innerhalb weniger Jahren vervielfacht.

12 Millionen Bitcoins sind im Umlauf

Eine Währung, die vom brüchigen und zweifelhaften Vertrauen in eine Volkswirtschaft unabhängig ist, gewinnt so an Interesse. Der Bitcoin könnte ein aussichtsreicher Kandidat sein, denn er ist streng reguliert. Die Geldmenge wird durch die Programmierung der virtuellen Münzen auf eine Höchstmenge von 21 Millionen beschränkt. Derzeit sind rund 12 Millionen virtuelle Bitcoin-Münzen im Umlauf. Immer mehr Händler und renommierte Internetdienstleister akzeptieren inzwischen den Bitcoin als Zahlungsmittel. Der chinesische Internetgigant Baidu nimmt bereits Bitcoins entgegen. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass in absehbarer Zeit auch andere Internetkonzerne, die virtuelle Währung als Zahlungsmittel einführen. Der erste Geldautomat, an dem Bitcoins erworben werden können, wurde bereits in Vancouver eröffnet.

Da die virtuelle Währung nur durch Mining, also durch aufwändige Rechenvorgänge „geschürft“ werden kann, steigt die Geldmenge nur langsam, zumal die Aufgaben, die gelöst werden müssen, immer komplexer werden. Experten haben inzwischen ausgerechnet, dass sich die Anschaffung von Hochleistungsrechnern bezahlt macht, wenn dadurch genügend Bitcoins im Internet entdeckt werden. Mit dem exponenziell steigenden Schwierigkeitsgrad des Mining werden jedoch immer schnellere Prozessoren und komplexere Rechenvorgänge erforderlich. Voraussetzung für den Erfolg sind zudem günstige Strompreise, so dass Standorte in Nordamerika eher profitieren.

Von Zentralbanken abhängige Währungen haben sich in der Wirtschaftsgeschichte nicht wirklich bewährt. Früher oder später tendiert die Politik dazu, die Geldmenge deutlich auszuweiten und eine Inflation in Kauf zu nehmen. Der Bitcoin zeigt hingegen eine deflatorische Entwicklung, da die Geldmenge definitiv auf 21 Millionen Einheit begrenzt ist. Darüber hinaus werden Bitcoins auch gehortet.

Insgesamt betrachtet könnte sich der Bitcoin zu einer interessanten Alternative für goldgedeckte Währungen entwickeln. Der Durchbruch kann letztlich aber nur gelingen, wenn die Sicherheitsprobleme gelöst werden.

Das Buch zum Blog

In meinem Buch Europa im Würgegriff können Sie Ursachen, Abläufe und Auswirkungen von Finanzkrisen nachlesen. Dabei stelle ich auch historische, politische und gesellschaftliche Zusammenhänge der aktuellen Krise dar. Lassen Sie sich überraschen, wie lange es bereits Krisen gibt, wie oft bekannte Staaten bereits Bankrott melden mussten und was eine Schwarzwälder Familie machen würde, wenn es den Euro nicht mehr geben würde. Dies und viel mehr steht in meinem aktuellen Buch. Ich wünsche Ihnen viel Freude damit.

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Der Paukenschlag der EZB

01-Euro-bFür viele Experten völlig unerwartet senkte die Europäische Zentralbank den Leitzins auf das historische Rekordniveau von 0,25 Prozent. Dadurch nähern sich die großen Wirtschaftsräume USA, Japan und Europa an. Die Märkte weltweit werden mit Geld förmlich überflutet. Noch nie in der Wirtschaftsgeschichte gab es eine derartige Liquidität. Was werden die Konsequenzen sein? Weiterlesen

Frankreich verliert an Wettbewerbsfähigkeit

17-Muenze-cFrankreich, das eigentlich zum Kern der Eurozone zählt, büßt immer mehr an Wettbewerbsfähigkeit ein. Obwohl zahlreiche Reformen angekündigt wurden, sind die meisten nicht oder nur halbherzig umgesetzt worden. Die Wirtschaft versinkt immer tiefer in der Rezession. Weiterlesen

Wird die Eurozone scheitern?

17-Muenze-aIn der Presse sorgte eine Stellungnahme von Kai Konrad, dem Direktor des Max-Planck-Instituts für Steuerrecht und öffentliche Finanzen, für Aufsehen. Er erklärte, die Eurozone könne durch die inneren Spannungen zerrissen werden. Weiterlesen