Wer will schon sparen?

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Gerade in Deutschland wurde die Notwendigkeit des Sparens zur absoluten Tugend erklärt. Nur durch eine Verringerung der Schuldenlast sei es möglich, die Krise in Europa langfristig zu überwinden, wurde verkündet. Doch die Bereitschaft zu einem solchen Sparkurs war überall gering ausgeprägt.

Die meisten Länder Europas haben seit der Krise im Jahr 2008 nicht ihre Ausgaben reduziert, sondern noch erheblich ausgeweitet. Inzwischen ist der Schuldenstand bei den meisten Ländern höher als unmittelbar nach dem Ausbruch der Krise. Weiterlesen

Rettungsmilliarden kommen nach der Europawahl

01-Euro-dDie notwendigen Rettungsmilliarden (vor allem für Griechenland) werden erst nach der Europawahl genehmigt. Mit diesem durchschaubaren Schachzug möchte die Politik den Unmut über weitere Hilfen vermeiden. Zuvor hatte man stets vollmundig betont, Griechenland befinde sich auf dem richtigen Weg und sei nicht weiter auf die Unterstützung aus Brüssel angewiesen. Doch die Realität ist eine völlig andere.

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Die Staatsfinanzierung im 21. Jahrhundert

09-Tempel-dErschreckend ist die Art, wie sich Staaten im 21. Jahrhundert finanzieren. Noch nie in der Wirtschaftsgeschichte war die Bereitschaft so groß, mit allerlei finanztechnischen Finessen die Haushaltslage zu schönen und einen gigantischen Schuldenberg aufzuhäufen. Auch Begriffe wie „ausgeglichener Haushalt“ sind sonderbare Wortschöpfungen. Der Begriff „ausgeglichen“ suggeriert, dass der Staat verantwortungsvoll handelt. In Wahrheit bedeutet dies: Es werden nicht noch mehr Schulden aufgenommen – die bisherige Schuldenlast besteht aber weiterhin unvermindert. Selbst dieses bescheidene Ziel verfehlt Berlin regelmäßig. Auch dieses Jahr werden wieder neue Kredite in Milliardenhöhe aufgenommen. Weiterlesen