Was bringt das Jahr 2017?

17-Muenze-dNatürlich sind alle Vorhersagen äußerst schwierig und liegen nicht selten daneben. Auch führende Wirtschaftsforschungsinstitute und Analysten tun sich schwer, präzise und treffsichere Prognosen abzugeben. Häufig wird die gegenwärtige Entwicklung in die Zukunft projiziert; ein plötzlicher Wandel wird selten vorhergesehen. Dennoch möchte ich hier einige grundlegende Thesen für die Entwicklung im Jahr 2017 aufstellen. Weiterlesen

Schweres Jahr 2017: Die Rezession kommt

15-Sonne-aDas kommende Jahr dürfte äußerst schwierig werden. Nicht nur die Wahlen, in Frankreich, Deutschland und in den Niederlanden, der Brexit und die politische Unsicherheit in etlichen Ländern spielen eine Rolle, sondern es gibt zudem sehr deutliche und unverkennbare Anzeichen, dass 2017 vermutlich eine Rezession eintritt. Die Weltwirtschaft ist auf eine solche Situation schlecht vorbereitet. Weshalb ist eine Rezession sehr wahrscheinlich? Weiterlesen

Der Niedrigzins und die Banken

16-Safe-cDie Banken in Europa und weltweit stehen vor drastischen Herausforderungen. Aufgrund der anhaltend niedrigen Zinsen geraten die Margen unter Druck. Das klassische Geschäftsmodell funktioniert nicht mehr. Denn das Nullniveau setzt die Bankenbranche erheblich unter Druck. Immer mehr Kreditinstitute drehen daher an der Gebührenschraube. Erst kürzlich kündigte die Postbank an, dass sie kostenlose Girokonten nur noch unter bestimmten Voraussetzungen anbieten kann. Immer mehr Banken schließen nicht rentable Filialen und dünnen das Filialnetz weiter aus.

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Die Nulllösung der EZB

16-Safe-cDie EZB hat drastische Schritte unternommen, um die expansive Geldpolitik fortzusetzen. Der Leitzins in der Eurozone wurde auf null Prozent abgesenkt. Zusätzlich wurde der Strafzins, den Banken für ihre geparkten Einlagen entrichten müssen, auf 0,4 Prozent erhöht. Darüber hinaus wird das Anleihenkaufprogramm aufgestockt auf monatlich 80 Milliarden Euro. Beobachter hatten bereits erwartet, dass die Notenbank ein deutliches Signal an die Märkte senden würde.

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Zinsen auf Rekordtief

17-Muenze-aDie Europäische Zentralbank in Frankfurt hat die Zinsen in der Eurozone auf ein historisches Rekordtief von 0,15 Prozent verringert. In der gesamten Wirtschaftsgeschichte (von der Antike bis heute) ist dies einmalig. Noch nie zuvor gab es ein solches Zinsniveau.

Ein weiteres Novum ist die Einführung von Negativzinsen, die bislang nur von Dänemark erhoben wurden. Auch dies ist in der Historie der Notenbanken unvergleichlich. Welche Schlussfolgerungen können wir daraus ziehen? Weiterlesen

Kommt die Immobilienblase?

05-Bretton-aDie schwere Krise aus dem 2007 und 2008 begann im Immobilienmarkt, als in den USA die Preise für Häuser und Eigentumswohnungen dramatisch fielen. Viele Finanzierungen erwiesen sich als untragbar. Die Krise wurde durch so genannte Verbriefungen erheblich verschärft; dabei wurden zahlreiche Hypotheken diverser Schuldner gebündelt, in ein Wertpapier (Mortgage backed securities) gepackt, in Tranchen mit unterschiedlicher Bonität aufgegliedert und an Investoren im In- und Ausland weiterverkauft.

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Die niedrigen Zinsen belasten

01-Euro-cWie wenig beständig der konjunkturelle Aufschwung ist, machen die historisch niedrigen Zinsen deutlich. Noch nie gab es in Europa einen Leitzins von 0,5 Prozent, und in Japan und den USA stellt das Niveau von 0 bis 0,25 Prozent ohnehin einen Rekord in der Wirtschaftsgeschichte der Neuzeit dar.

Ursachen dafür sind die schleppende wirtschaftliche Belebung. Trotz aller Maßnahmen und Liquiditätshilfen springt die Konjunktur weder in Europa noch in anderen Teilen der Welt in dem gewünschten Ausmaß an. Inzwischen befürchten einige Experten sogar eine Deflation. Das Zinsniveau wird daher weiterhin im Tal verharren, und es ist auch nicht ausgeschlossen, dass die Europäische Zentralbank die Schleusen weiter öffnet, um die lahmende Konjunktur in weiten Teilen Europas zu beflügeln.

Die Auswirkungen sind verheerend

Das Niedrigzinsniveau macht vor allem Versicherungen zu schaffen. Nur in Deutschland und in den Niederlanden müssen die Assekuranzen einen hohen Garantiezins erwirtschaften, was mit Anleihen kaum noch möglich ist. Doch Investments in Aktien oder Immobilien spielen nur eine unbedeutende Rolle. Ähnlich ergeht es den Pensionsfonds, so dass in Zukunft auch die Betriebsrenten sinken werden. Die betriebliche Altersversorgung ist längst keine ausreichende Kompensation mehr für sinkende gesetzliche Renten. Inzwischen sind sogar Bausparkassen betroffen, die einst Bausparverträge mit hohen Renditen für Sparer angeboten hatten.

Die niedrigen Zinsen fordern überall ihren Tribut: Langfristig werden viele Formen der Altersvorsorge betroffen sein. Schon jetzt sind die Zinsen, die für Banksparpläne, Rentenversicherungen, Riester-Renten und andere verzinsliche Produkte geboten worden, auf einem Tiefpunkt angelangt.

Die Geschichte scheint sich zu wiederholen. Schon in den Fünfzigerjahren hatten die USA durch niedrige Zinsen und staatlich festgelegte Höchstzinsen für einen Schuldenabbau gesorgt, der zu Lasten der Sparer ging. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Niedrigzinsumfeld anhält, ist sehr groß, solange die Krise in der Eurozone schwelt und die hohe Staatsverschuldung in vielen Ländern andauert.

Das Buch zum Blog

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