Das Problem der negativen Zinsen

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Immer mehr Staatsanleihen bieten eine Verzinsung, die unter der Nullmarke liegt. In der gesamten Wirtschaftsgeschichte ist dieser Vorgang einmalig. Insgesamt betrachtet ist dieses Niedrigzinsniveau auf Dauer jedoch äußerst bedenklich; denn alle herkömmlichen Formen der Altersvorsorge werden durch diese Situation beeinträchtigt. Es ist kaum noch möglich, eine angemessene Rendite zu erreichen. Was sind die langfristigen Folgen?

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Die Gefahr der Deflation

15-Sonne-cBei vielen Experten gilt die Deflation als das schlimmere Übel im Vergleich zur Geldentwertung. Vor allem die Weltwirtschaftskrise von 1929 führte zu erschreckenden Preisrückgängen, die die Ökonomie in ein Chaos stürzten. Die Folgen waren entsetzlich: Massenarbeitslosigkeit und Verarmung. Die Börse brauchte Jahrzehnte, um sich von dem Crash zu erholen.

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Der Bitcoin – das Gold des Internetzeitalters?

09-Tempel-cImmer mehr Medien berichten nun über den Bitcoin, der dank seines Höhenflugs ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückt. Am 19.11.2013 erreichte der Bitcoin im Tagesverlauf einen Spitzenwert von über 900 US-Dollar Doch ist die virtuelle Währung eine realistische Alternative für Euro, US-Dollar oder Schweizer Franken?

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Der Höhenflug des Bitcoin

16-Safe-aDie virtuelle Währung Bitcoin erreichte Mitte November einen Spitzenkurs von 420 US-Dollar. Dieser Anstieg ist überaus erstaunlich, denn noch im Jahr 2010 notierte der Bitcoin bei unter zwei US-Dollar.

Angesichts der expansiven Geldpolitik, die die Notenbanken weltweit betreiben, schwindet das Vertrauen in die herkömmlichen Währungen. Erst kürzlich senkte die Europäische Zentralbank in einem historischen Schritt den Leitzins auf 0,25 Prozent. Geld beruht heute anders als in früheren Jahrhunderten, als es eine Golddeckung oder zumindest Münzen aus Edelmetall gab, auf dem Vertrauen in eine oder mehrere Volkswirtschaften. Eine Währungsreform kann heute am Wochenende per Knopfdruck in Sekundenschnelle vorgenommen werden. Außerdem sind weltweit in kürzester Zeit Billionen in den Geldkreislauf gepumpt worden. Die Bilanzsumme einiger Notenbanken hat sich innerhalb weniger Jahren vervielfacht.

12 Millionen Bitcoins sind im Umlauf

Eine Währung, die vom brüchigen und zweifelhaften Vertrauen in eine Volkswirtschaft unabhängig ist, gewinnt so an Interesse. Der Bitcoin könnte ein aussichtsreicher Kandidat sein, denn er ist streng reguliert. Die Geldmenge wird durch die Programmierung der virtuellen Münzen auf eine Höchstmenge von 21 Millionen beschränkt. Derzeit sind rund 12 Millionen virtuelle Bitcoin-Münzen im Umlauf. Immer mehr Händler und renommierte Internetdienstleister akzeptieren inzwischen den Bitcoin als Zahlungsmittel. Der chinesische Internetgigant Baidu nimmt bereits Bitcoins entgegen. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass in absehbarer Zeit auch andere Internetkonzerne, die virtuelle Währung als Zahlungsmittel einführen. Der erste Geldautomat, an dem Bitcoins erworben werden können, wurde bereits in Vancouver eröffnet.

Da die virtuelle Währung nur durch Mining, also durch aufwändige Rechenvorgänge „geschürft“ werden kann, steigt die Geldmenge nur langsam, zumal die Aufgaben, die gelöst werden müssen, immer komplexer werden. Experten haben inzwischen ausgerechnet, dass sich die Anschaffung von Hochleistungsrechnern bezahlt macht, wenn dadurch genügend Bitcoins im Internet entdeckt werden. Mit dem exponenziell steigenden Schwierigkeitsgrad des Mining werden jedoch immer schnellere Prozessoren und komplexere Rechenvorgänge erforderlich. Voraussetzung für den Erfolg sind zudem günstige Strompreise, so dass Standorte in Nordamerika eher profitieren.

Von Zentralbanken abhängige Währungen haben sich in der Wirtschaftsgeschichte nicht wirklich bewährt. Früher oder später tendiert die Politik dazu, die Geldmenge deutlich auszuweiten und eine Inflation in Kauf zu nehmen. Der Bitcoin zeigt hingegen eine deflatorische Entwicklung, da die Geldmenge definitiv auf 21 Millionen Einheit begrenzt ist. Darüber hinaus werden Bitcoins auch gehortet.

Insgesamt betrachtet könnte sich der Bitcoin zu einer interessanten Alternative für goldgedeckte Währungen entwickeln. Der Durchbruch kann letztlich aber nur gelingen, wenn die Sicherheitsprobleme gelöst werden.

Das Buch zum Blog

In meinem Buch Europa im Würgegriff können Sie Ursachen, Abläufe und Auswirkungen von Finanzkrisen nachlesen. Dabei stelle ich auch historische, politische und gesellschaftliche Zusammenhänge der aktuellen Krise dar. Lassen Sie sich überraschen, wie lange es bereits Krisen gibt, wie oft bekannte Staaten bereits Bankrott melden mussten und was eine Schwarzwälder Familie machen würde, wenn es den Euro nicht mehr geben würde. Dies und viel mehr steht in meinem aktuellen Buch. Ich wünsche Ihnen viel Freude damit.

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Der Paukenschlag der EZB

01-Euro-bFür viele Experten völlig unerwartet senkte die Europäische Zentralbank den Leitzins auf das historische Rekordniveau von 0,25 Prozent. Dadurch nähern sich die großen Wirtschaftsräume USA, Japan und Europa an. Die Märkte weltweit werden mit Geld förmlich überflutet. Noch nie in der Wirtschaftsgeschichte gab es eine derartige Liquidität. Was werden die Konsequenzen sein? Weiterlesen

Die Staatsfinanzierung im 21. Jahrhundert

09-Tempel-dErschreckend ist die Art, wie sich Staaten im 21. Jahrhundert finanzieren. Noch nie in der Wirtschaftsgeschichte war die Bereitschaft so groß, mit allerlei finanztechnischen Finessen die Haushaltslage zu schönen und einen gigantischen Schuldenberg aufzuhäufen. Auch Begriffe wie „ausgeglichener Haushalt“ sind sonderbare Wortschöpfungen. Der Begriff „ausgeglichen“ suggeriert, dass der Staat verantwortungsvoll handelt. In Wahrheit bedeutet dies: Es werden nicht noch mehr Schulden aufgenommen – die bisherige Schuldenlast besteht aber weiterhin unvermindert. Selbst dieses bescheidene Ziel verfehlt Berlin regelmäßig. Auch dieses Jahr werden wieder neue Kredite in Milliardenhöhe aufgenommen. Weiterlesen

Welcher Weg führt aus der Krise der Eurozone?

17-Muenze-aIm Jahr 2012 hatten die Regierungen der EU mit vielen Versprechungen und großer medialer Anteilnahme einen Wachstumspakt verkündet, der nicht nur einen schnellen Aufschwung, sondern auch eine Verringerung der Schuldenlast ermöglichen sollte.

Bilanz nun: Der Pakt ist völlig gescheitert. In den Mittelmeerländern fanden weder umfassende Strukturreformen statt, noch konnte die Rezession überwunden werden. Die Kluft zwischen Arm und Reich in Europa nimmt mit jedem Tag zu. Die Arbeitslosenquote erreicht in vielen südeuropäischen Staaten Rekordwerte. Im Jahr 2012 war die EU-Kommission noch von 11 Prozent ausgegangen; tatsächlich sind im EU-Durchschnitt bereits jetzt 12,2 Prozent erreicht. Strukturreformen sind in Frankreich und Italien nicht einmal im Ansatz erkennbar.

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