Italien entscheidet über das Schicksal der EU

17-Muenze-dAm kommenden Wochenende findet in das Italien das Referendum über die Verfassungsänderung statt. Zielsetzung ist es, die Position der zweiten Kammer des Parlaments zu verändern. Der amtierende Ministerpräsident Renzi möchte erreichen, dass die Gesetzgebung erleichtert wird. In der Vergangenheit hatte die zweite Kammer häufig Vorlagen blockiert. Dies führte auch dazu, dass es in Italien mehr Regierungswechsel in den vergangenen 50 Jahren gab als in jedem anderen europäischen Staat. Doch dieses Verfassungsreferendum könnte über das Schicksal der Europäischen Union entscheiden.

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Die EZB und Europas Banken

15-Sonne-cIn der vergangenen Woche sorgte der Bankensektor für zahlreiche Schlagzeilen in allen Medien. Die Angst vor einer neuen Bankenkrise in der Eurozone wächst, und auch die Stabilität der Kreditinstitute wird zunehmend hinterfragt. Einige befürchten bereits eine Situation wie vor dem Zusammenbruch von Lehman Brothers. Was sind die Ursachen für die Bankenkrise in Europa?

Seit dem Jahr 2008 blieben viele Reformen aus. Obwohl die Politik damals eine sofortige Abhilfe und umfassende Reformen versprach, wurde nur wenige Maßnahmen umgesetzt. Die Lage ist in vielen Ländern der Eurozone desolat. Weiterlesen

Die Zukunft der Eurozone

13-Burg-cEine erstaunliche Nachricht gab es diese Woche: Die deutsche Exportwirtschaft musste im Vergleich zum Vorjahresmonat einen beachtlichen Rückgang von 10 Prozent hinnehmen. Diese Zahl ist erschreckend, denn die meisten Prognosen gingen eher von einem leichten Anstieg aus. Hinzu kommt, dass die Weltwirtschaft weiterhin schwächelt und die Rohstoffpreise sinken. Eine weitere Belastung stellt der Brexit dar; noch immer gibt es keinen konkreten Fahrplan für den Ausstieg Großbritanniens aus der EU. Eine zähe Hängepartie sorgt für weitere Unsicherheit. Angesichts dieser Entwicklung stellt sich eine entscheidende Frage: Hat die Eurozone eine Zukunft?

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Der Kauf von Staatsanleihen und die EZB

11-Karten-bDer Kauf von Staatsanleihen gilt als ein probates Mittel, um die Konjunktur in Europa anzukurbeln. Doch ist das so? Betrachtet man die Wachstumsraten in der Eurozone so wird schnell deutlich, dass die EZB ihre Ziele bislang nicht erreicht hat. In Italien, Portugal und Frankreich ist das Wirtschaftswachstum bescheiden. Bei einem Leitzins von 0 Prozent müsste sich die gesamte Eurozone eigentlich über Nacht in eine beispiellose Boomregion verwandeln. Doch diese Wirkung ist nicht eingetreten. Besonders bedenklich sind jedoch die langfristigen Konsequenzen des Quantitative Easing. Je mehr Geld die Zentralbank in den Kreislauf pumpt, desto verhängnisvoller und drastischer sind die Folgen. Weiterlesen

Das Ende des Euro und die Währungsreform

17-Muenze-aDer Euro hat langfristig keine Zukunft. So sehr auch in der Europapolitik betont wird, wie wichtig und bedeutsam der Euro für die Europäische Union sei, das Projekt ist zum Scheitern verurteilt. Der Euro setzt voraus, dass die Wirtschafts- und Sozialpolitik der beteiligten Mitgliedsstaaten systematisch koordiniert wird. Ganz abgesehen davon, dass dies bei so vielen Ländern kaum möglich ist, niemand ist bereit, mehr Souveränitätsrechte abzugeben. Dies gilt besonders für Frankreich, aber auch für Deutschland. Etwas mehr Ehrlichkeit würde in der Euro-Debatte helfen. Die Zeichen für die Gemeinschaftswährung stehen schlecht. Betrachten wir im Einzelnen die kritischen Punkte. Weiterlesen

Der Brexit ist da! Das Ende der EU?

17-Muenze-dDas Unfassbare ist geschehen: Die Bevölkerung in Großbritannien hat sich für den Austritt aus der Europäischen Union entschieden. Ich muss ehrlich zugeben: Wie viele Beobachter habe ich bis zuletzt angenommen, dass die Mehrheit für den Verbleib votieren würde. Hierbei wird deutlich: Man muss immer mit Überraschungen rechnen. Alle Prognosen können sich als falsch erweisen.

Wir sollten uns folgende Fragen stellen: Was werden die Folgen des Brexits sein? Und in welchem Zustand befindet sich die Europäische Union? Weiterlesen

Wird es eine Währungsreform geben?

17-Muenze-aAuf den ersten Blick mag die Überschrift reißerisch klingen, aber die Frage, ob es in absehbarer Zeit eine Währungsreform geben wird, ist durchaus berechtigt.

Das Thema hat aber weitaus mehr Facetten, als es scheint; denn es geht letztlich nicht nur um die Eurozone, sondern das Problem ist von globaler Bedeutung.

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Der Höhenflug des Bitcoin

16-Safe-aDie virtuelle Währung Bitcoin erreichte Mitte November einen Spitzenkurs von 420 US-Dollar. Dieser Anstieg ist überaus erstaunlich, denn noch im Jahr 2010 notierte der Bitcoin bei unter zwei US-Dollar.

Angesichts der expansiven Geldpolitik, die die Notenbanken weltweit betreiben, schwindet das Vertrauen in die herkömmlichen Währungen. Erst kürzlich senkte die Europäische Zentralbank in einem historischen Schritt den Leitzins auf 0,25 Prozent. Geld beruht heute anders als in früheren Jahrhunderten, als es eine Golddeckung oder zumindest Münzen aus Edelmetall gab, auf dem Vertrauen in eine oder mehrere Volkswirtschaften. Eine Währungsreform kann heute am Wochenende per Knopfdruck in Sekundenschnelle vorgenommen werden. Außerdem sind weltweit in kürzester Zeit Billionen in den Geldkreislauf gepumpt worden. Die Bilanzsumme einiger Notenbanken hat sich innerhalb weniger Jahren vervielfacht.

12 Millionen Bitcoins sind im Umlauf

Eine Währung, die vom brüchigen und zweifelhaften Vertrauen in eine Volkswirtschaft unabhängig ist, gewinnt so an Interesse. Der Bitcoin könnte ein aussichtsreicher Kandidat sein, denn er ist streng reguliert. Die Geldmenge wird durch die Programmierung der virtuellen Münzen auf eine Höchstmenge von 21 Millionen beschränkt. Derzeit sind rund 12 Millionen virtuelle Bitcoin-Münzen im Umlauf. Immer mehr Händler und renommierte Internetdienstleister akzeptieren inzwischen den Bitcoin als Zahlungsmittel. Der chinesische Internetgigant Baidu nimmt bereits Bitcoins entgegen. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass in absehbarer Zeit auch andere Internetkonzerne, die virtuelle Währung als Zahlungsmittel einführen. Der erste Geldautomat, an dem Bitcoins erworben werden können, wurde bereits in Vancouver eröffnet.

Da die virtuelle Währung nur durch Mining, also durch aufwändige Rechenvorgänge „geschürft“ werden kann, steigt die Geldmenge nur langsam, zumal die Aufgaben, die gelöst werden müssen, immer komplexer werden. Experten haben inzwischen ausgerechnet, dass sich die Anschaffung von Hochleistungsrechnern bezahlt macht, wenn dadurch genügend Bitcoins im Internet entdeckt werden. Mit dem exponenziell steigenden Schwierigkeitsgrad des Mining werden jedoch immer schnellere Prozessoren und komplexere Rechenvorgänge erforderlich. Voraussetzung für den Erfolg sind zudem günstige Strompreise, so dass Standorte in Nordamerika eher profitieren.

Von Zentralbanken abhängige Währungen haben sich in der Wirtschaftsgeschichte nicht wirklich bewährt. Früher oder später tendiert die Politik dazu, die Geldmenge deutlich auszuweiten und eine Inflation in Kauf zu nehmen. Der Bitcoin zeigt hingegen eine deflatorische Entwicklung, da die Geldmenge definitiv auf 21 Millionen Einheit begrenzt ist. Darüber hinaus werden Bitcoins auch gehortet.

Insgesamt betrachtet könnte sich der Bitcoin zu einer interessanten Alternative für goldgedeckte Währungen entwickeln. Der Durchbruch kann letztlich aber nur gelingen, wenn die Sicherheitsprobleme gelöst werden.

Das Buch zum Blog

In meinem Buch Europa im Würgegriff können Sie Ursachen, Abläufe und Auswirkungen von Finanzkrisen nachlesen. Dabei stelle ich auch historische, politische und gesellschaftliche Zusammenhänge der aktuellen Krise dar. Lassen Sie sich überraschen, wie lange es bereits Krisen gibt, wie oft bekannte Staaten bereits Bankrott melden mussten und was eine Schwarzwälder Familie machen würde, wenn es den Euro nicht mehr geben würde. Dies und viel mehr steht in meinem aktuellen Buch. Ich wünsche Ihnen viel Freude damit.

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Wie wird es enden? Deflation oder Inflation?

17-Muenze-cDie meisten Experten sind sich nicht einig, wie die Schuldenkrise zu bewerten ist. Einige Optimisten verweisen gerne darauf, dass inzwischen das Wirtschaftswachstum in einigen EU-Ländern wieder anzieht. Am liebsten wäre es manchen, sie könnten gleich das Ende der Schuldenkrise verkünden. Andere wiederum warnen vor einer Eskalation und sehen am Horizont größere Katastrophen wie Staatsbankrotte und Währungsreformen. Betrachten wir einmal die möglichen Szenarios. Weiterlesen

Die Gefahr der Bankenunion

17-Muenze-bDie Europäische Union möchte die Bankenunion schneller vorantreiben. Doch welche Folgen hätte die Bankenunion? Etliche Banken in verschiedenen EU-Ländern sitzen auf uneinbringlichen Krediten. Mehrere Staaten befinden sich in einer schweren Rezession, die zu hoher Arbeitslosigkeit führt. Viele Kredite werden wahrscheinlich nie zurückgezahlt.

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